TuS-Letter #7 – Zwei Spiele, zwei Gesichter

Veröffentlicht von Lorena Seitz am

In einem sehr packenden Duell und einer bis zum Schluss offenen Partie mussten wir uns am vergangenen Sonntag nach 90 Minuten leider knapp geschlagen geben… Es gibt diese Tage, an denen nichts funktioniert. Und dann gibt es Tage, an denen einfach überhaupt nichts funktioniert. Während Oberpleis nahezu jeden Schuss im Netz unterbrachte, suchten wir über 90 Minuten vergeblich nach unserem Spiel. Defensiv standen wir zeitweise so stabil wie ein Bauzaun bei Windstärke zehn. Fazit: Ein Sonntag, den wir schnellstmöglich vergessen sollten.

Letzter Spieltach

Ich nehme es direkt vorweg, ich halte mich zu diesem Spiel kurz. Auf der einen Seite, weil ich keine Lust hab über dieses Spiel ausführlich zu berichten. Auf der anderen Seite konnte ich mir bei der Anzahl der Gegentore auch nicht alles abspeichern.

Der 2:1 Heimerfolg gegen Neunkirchen Seelscheid III hatte uns alles abverlangt und leider auch seinen Preis. Aufgrund einer zweistelligen Anzahl von Ausfällen (das war übrigens nicht das Einzige, was zweistellig war) reisten wir mit einem sehr stark dezimierten Kader zum Auswärtsspiel nach Oberpleis. Ich sach mal so: Wenn ich meine Vollausstattung 90 Minuten über den Platz tragen und der Coach sich selbst einwechseln musste, denke ich, sind keine weiteren Worte hinzufügen. Wir schmissen uns die ersten Minuten voll rein und hielten mit. Wir standen stabil und ließen nichts zu. Vielleicht waren wir aufgrund der Spielanteile sogar die bessere Mannschaft. Doch dann folgten sechs Minuten, die die Weichen auf Katastrophe stellten. Minuten, die wir gerne kollektiv aus dem Gedächtnis streichen würden: Oberpleis erzielte drei Tore in dieser Zeit und legte dabei eine Effizienz an den Tag, von der wir selbst nur träumen können. Kaum hatten wir ein Gegentor verarbeitet, schlug es schon wieder ein. Mit dem 5:0 zur Halbzeit waren wir noch gut bedient.

In den ersten 15 Minuten des zweiten Spielabschnitts sah es ebenfalls gar nicht so verkehrt aus. Man könnte behaupten, dass Oberpleis auf Grund des Spielstands vielleicht drei Gänge runtergeschaltet hatte. Aber dann hätten sie in den Rückwärtsgang geschaltet, denn eine Übermannschaft war Oberpleis definitiv nicht. Jaja … schwer zu glauben bei dem Endergebnis. Nachdem Fürsti bereits in der 48. Minute nach einer Ecke von Andre zum zwischenzeitlichen 5:1 einköpfte, flackerte tatsächlich im Winterscheider Keller ein kleines Hoffnungslicht auf. Vielleicht konnte man doch noch irgendwie etwas mitnehmen. Aber quasi mit dem Gegenzug zog Oberpleis direkt den Stecker und stellte den alten Abstand wieder her. Ein weiteres Tor und eine gelb rote Karte auf unserer Seite, vier weitere Tore auf Oberpleiser Seite und zack stand am Ende eine fette 10:2 Klatsche.

Tore:

5:1 Marcel Fürst (Andre Friesen) ’48
6:2 Domenic Laufenberg (Andre Friesen) 60’

Gestern:

Die Zutaten waren vorbereitet: Heimspiel, Pokal, Flutlicht. Jetzt mussten wir nur noch damit kochen. Ein Beispiel konnten wir uns an TD nehmen, der die Sportplatz-Gäste erneut mit seiner bayerischen Woche verzauberte. Auch wir wollten die Zuschauer verzaubern und in die nächste Runde einziehen.

Von Anfang an gab es von beiden Seiten Druck. Beide spielten ein Pressing, sodass es zu keinem vorsichtigen Abtasten kam. Es war direkt Tempo drin. Aber keine der Mannschaften konnte die Fehler, die aus dem Pressing resultierten, ausnutzen. Anders dann bei einem Freistoß der Gäste in der 21. Minute. Durch einen schönen direkten Freistoß in den rechten Knick gingen die Gäste in Führung. Wir ließen uns dadurch aber nicht verunsichern und spielten weiter unseren Stiefel runter. Kombinierten uns teilweise gut nach vorne. Hatten deutlich mehr vom Spiel und erhöhten den Druck auf den Ausgleich, der dann in der 38. Minute fiel. Nach einer Ecke wurde der Ball aus dem 16er geklärt und landete vor den Füßen von Marco Preuß, der nicht lang zögerte und eine Fackel in Richtung Tor zündete. Wolle konnte nicht mehr aus dem Weg springen und fälschte den Ball zu unserem Glück in die andere Ecke ab. Der Strahl wäre aber vermutlich auch so eingeschlagen. Das gut leitende Gespann schickte die Akteure kurz darauf in die Pause.

Mit einem Doppelwechsel schicke Coach Petruzzelli Patrick Andree und Samir Arnautovic auf das Feld. Ein Wechsel, der sich lohnen sollte. Denn bereits nach 6 Minuten auf dem Platz schlug Paddy als Joker zu. Über die rechte Seite kam der Ball zu Bene, der diesen auf den freistehenden Paddy ablegte. Paddy überlegte nicht lange und probierte es einfach mal aus gut 20 Metern. Sein Mut wurde belohnt, denn der Ball flog wie am Faden gezogen ebenfalls in die obere rechte Ecke. Spiel gedreht! Nach der Führung nahmen wir etwas das Tempo aus dem Spiel und überließen den Troisdorfern mehr den Ball. Bis auf einen Distanzschuss konnte Flying Albatros aus dem Ballbesitz allerdings nichts anfangen. Generell ließen wir über die gesamte Partie aus dem Spiel heraus nur eine gefährliche Chance zu. Was sicherlich auch an der gutstehenden Defensive lag, die durch den heutigen Kapitän Flolle (Kiste) dirigiert wurde.

In Minute 72 erhielten wir einen Freistoß auf Höhe der Mittellinie, den Marco lang in den 16er schlug. Eigentlich etwas zu lang, denn der Ball flog direkt in die Hände des Gäste-Keepers. Hatte ihn das tiefstehende Flutlicht geblendet? Waren die Handschuhe zu porös oder hatte er einfach keinen Bock auf eine eventuelle Verlängerung? Denn den scheinbar sicher gefangenen Ball ließ er einfach fallen, wie ich meine guten Vorsätze am 5. Januar. Paddy stand goldrichtig und schob zu seinem Doppelpack und der 3:1 Führung ein.

Ein paar Minuten später das gleiche Bild im Ausgangspunkt. Burschi holte nach einem Dribbling einen Freistoß heraus. „Schieß den doch einfach direkt aufs Tor“ – Dieser Bitte des Troisdorfer Kapitäns kam Preußi einfach mal nach. Mit der Innenseite brachte er das Ding auf das Tor. Auch hier sah der Schlussmann der Gäste nicht gut aus und schlug sich die Pille selbst ins Netz. Die letzten Minuten nur noch ein Geplänkel. Wir mussten nicht mehr, Albatros wollte nicht mehr. Somit stand nach 90 Minuten ein absolut verdienter, zu keiner Zeit gefährdeter Heimerfolg zu Buche, der uns ins Achtelfinale des Bitburger Kreispokals bringt. Gegner dort ist kein geringerer als die erste Mannschaft des TuS 05 Oberpleis, die übrigens in der Landesliga kickt. Über den Termin des Spiels werdet ihr natürlich rechtzeitig informiert.

Tore:

0:1 21‘
1:1 Wolle Fischer (Marco Preuß) 38‘
2:1 Patrick Andree (Bene Trost) 51‘
3:1 Patrick Andree (Marco Preuß) 72‘
4:1 Marco Preuß 78‘

Nächster Spieltach:

Durch das vorgezogene Spiel gegen die Seelscheider vom 01.10.2026 haben wir am kommenden Sonntag Spielfrei und können mal gemütlich die Füße hochlegen. Weiter geht es dann für uns am 18.10.2026 in Buchholz. Buchholz steht mit 3 Punkten und einem Torverhältnis von 9:17 (stand vor diesem Sonntag) auf Tabellenplatz 14. Die Vergangenheit versprach definitiv immer sehr intensive Duelle gegen die 05er. Die letzten beiden Partien konnten wir beide knapp mit 2:1 gewinnen. Die letzte Niederlage gegen die Buchholzer ist bereits ein paar Tage her. Am 07.12.2014 scheiterten wir zuhause 3:4 an den Westerwäldern. Also kommt vorbei und unterstützt uns, diese Serie weiter fortzuführen.

Anstoß in Buchholz, Auf dem Otenbruch, 53567 Buchholz, ist um 15:00 Uhr!

Sonstiges:

Oberpleis. Auswärts. Dezimierter Kader. Der Coach muss sich selbst einwechseln. Da kommen doch schöne Erinnerungen hoch. Doch für ein Happyend, wie das der legendären Fleischmütze, konnte Trainer Marco nach seiner Einwechslung leider nicht mehr sorgen. Die Messe war ja auch schon gelesen. Das erste Pflichtspiel für den TuS kostet natürlich trotzdem ne Kiste 😛

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Genießt den freien Fußball Sonntag!

Kategorien: Die Erste