TuS-Letter #9 – Saftiger Heimerfolg

Veröffentlicht von Lorena Seitz am

Nicht nur TD’s Krustenbraten war am vergangenen Sonntag saftig. Auch die drei Punkte haben ordentlich geschmeckt. Während man am Spielfeldrand mit Röstzwiebeln und Krautsalat seinen Krustenbraten abrunden konnte, garnierte die erste Mannschaft den Sonntag und servierte auf dem Platz einen überzeugenden 6:1-Sieg vom Allerfeinsten. Wohl kaum jemand hätte vor der Partie einen Pfennig auf uns gesetzt. Gegen den Tabellendritten aus Eitorf gingen wir als Außenseiter ins Spiel. Doch wir bestätigten unsere derzeitige Form: Mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung gelang uns ein deutlicher Heimsieg, mit dem wohl nur die wenigsten gerechnet hätten.

Letzter Spieltach

Bei schönem, aber kaltem und windigem Wetter sahen die Zuschauer am Achim-Stöver-Sportplatz von Beginn an eine gut aufgelegte erste Mannschaft. Was die Zuschauer allerdings in der Anfangsphase nicht sahen, war das Ergebnis auf der Anzeigetafel. Die war nämlich mal wieder ausgefallen. Wir versuchten mit Ballbesitz den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Was uns auch gut gelang. Nach vorne ging erst mal nicht so viel. Gunnar Pütz war es, der nach 10 gespielten Minuten mit einem Distanzschuss das erste kleine Zeichen in Richtung des Eitorfer Gehäuses setzte. In der Phase spielten wir uns ein wenig um den 16er der Eitorfer fest und erhielten dann durch ein Handspiel im Strafraum einen Elfmeter. Fischi schnappte sich den Ball und platzierte seinen Schuss halbhoch unten rechts. Der Schnapper der Gäste war zwar noch dran, konnte das erste Saisontor von Fischi aber nicht verhindern. Da ging einem bestimmt mal kurz der Flattermann

Die Führung gab uns eine breite Brust. Der Ballbesitz tat uns gut und führte in der 23. Minute zum verdienten 2:0. Über die rechte Seite kam der Ball zu Marco Preuß, der im Gefahrenbereich der Eitorfer zwei völlig freistehende rote Jerseys sah. Mit dem Wissen, dass ein Spieler in der Mitte die Sprungkraft eines Tresors hat, kam seine Flanke punktgenau auf Paddy, der im Stehen nur noch mal kurz seinen Kopp zum Tor bewegen musste, um den Ball über die Linie zu drücken. Paddy per Kopf, jetzt haben wa alles gesehen… Aber sind wir hier vielleicht auf der Spur eines neuen Dosenöffners?

Gulasch Gunnar hatte in der 25. Minute nach einem Zuspiel von Paddy erneut eine Einschussmöglichkeit. Sein Schuss ging nur Zentimeter am Aluminium vorbei. Auf der Gegenseite hatte das Aluminium zwei Minuten später aber dann seinen Auftritt: Einen Freistoß aus aussichtsreicher Position setzte der Eitorfer Spielmacher an den Pfosten. Glück für uns, denn Max konnte nur hinterherschauen. Aus dem daraus folgenden Abstoß resultierte dann die 3:0-Führung. Die Zuschauer sahen eine feine Kombination wie ein Mett-Menü beim Frühschoppen. Über die Kette wurde der Ball auf Außen zur Dampflok gespielt, der den startenden Fischi über links tief schickte. Mit einer Außenrist-Flanke brachte er den Ball in den 16er zu Dürst. Annahme, Drehung und Schuss, doch seinen ersten Versuch konnte der Gästekeeper aus kurzer Distanz gut nach außen parieren. Dort stand jedoch Preuß und spielte den Ball erneut in die Mitte zu Dürst. Sein zweiter Versuch, die Kugel im Netz zu versenken, gehörte dann sicherlich zu seinen leichteren Übungen (28.).

Alle Angriffsbemühungen der Eitorfer wurden im Keim erstickt. Die Defensive hatte alles unter Kontrolle – anders als Tim sein Portemonnaie beim Kauf neuer Fußballschuhe. Doch auch die Offensive hatte ordentlich Bock: Dampflok Paddy, der zurzeit auf seinem Gleis des Erfolges fuhr, koppelte seine Offensiv-Waggons an und nahm erneut ordentlich Fahrt auf. Denn in Minute 37 fuhr die TuS Winterscheid Bahn in den nächsten Zielbahnhof ein. Nach einem Anspiel von Gulasch konnte Paddy seinen zweiten Doppelpack in Folge schnüren. Im Vergleich zur Vorwoche hatte er allerdings sieben Minuten Verspätung. Mit einem angetäuschten Rechtsschuss ließ er den Eitorfer Passagier ohne gültiges Ticket aussteigen, stellte die Weichen auf links und schlenzte das Leder anschließend sehenswert ins lange Eck. Paddy zog die gesamte Mannschaft mit, wie es damals das königliche Zugpferd Markus ‚Stauner‘ Jung tat.

Zur Halbzeit war nach dem 4:0 auf dem Platz eigentlich alles gesagt. Für zusätzliche und absolut unnötige Unterhaltung sorgte dann allerdings ein Gästezuschauer. Während unsere Jungs auf dem Platz für klare Verhältnisse sorgten, schien bei ihm der Puls etwas schneller zu steigen als der Fußballverstand. Mit Beleidigungen und einer verbalen Drohung überzog er deutlich die Grenze des sportlich Vertretbaren. Dass Emotionen zum Fußball gehören, steht außer Frage – persönliche Beleidigungen und Einschüchterungsversuche haben auf und neben dem Platz allerdings nichts verloren. Denn bei allem Ehrgeiz und sportlichen Wettbewerb sollte eines niemals auf der Strecke bleiben: der gegenseitige Respekt. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie kurz und schickte beide Mannschaften nach dem DFB-Konzept in ihre eigenen 16er. Glücklicherweise zog der Herr es anschließend vor, die Veranstaltung vorzeitig zu verlassen. Der Spielleiter pfiff dann zur Pause. Diese wurde genutzt, um akribisch an der Wiederherstellung der Anzeigetafel zu arbeiten, sodass dieses exzellente Ergebnis auch schwarz auf weiß zu sehen war.

Nach dem Seitenwechsel gehörte die erste nennenswerte Szene den Gästen, die einen Distanzschuss knapp am Gehäuse vorbeischossen. Wie in Halbzeit eins wurde ein Abschluss der Eitorfer mit anschließendem Abstoß zum Bumerang und führte zum Tor unseres TuS. Max spielte den Ball auf Flolle, der mit seinem geschulten de Bruyne Adlerauge den vorne startenden Preuß sah. Preuß wusste den heutigen Wind mit seinen Lauschern zu nutzen und eilte den Verteidigern davon. Den titschenden Ball hob er eiskalt über den Kipper zum 5:0 (62.). Ein Winterscheider Offensiv-Festival. Innerhalb von wenigen Minuten probierten es erneut Preuß zweimal sowie Dürst jeweils mit Distanzschüssen. Ein weiteres Tor, um das halbe Dutzend vollzumachen ließ also nicht lange auf sich warten: In der 72. eroberte Bene auf der rechten Seite den Ball, zog in den 16er hinein und legte quer auf den eingewechselten Samir. Das Füßchen hingehalten und da stand es 6:0. Glückwunsch zu deinem ersten Pflichtspieltreffer für den TuS! Den Schlusspunkt der Partie markierte der Eitorfer Spielmacher mit einem direkten Freistoß in das untere rechte Eck. Nichts zu machen für Keeper Max.

Schlussendlich landet nach 90 Minuten ein absolut verdienter Heimdreier auf unserem Konto. Ein absolutes Wahnsinnsspiel, in dem man erkennen konnte, was in dieser Mannschaft steckt!

Tore:

1:0 Jan-Luca Fischer (Handelfmeter) 12’
2:0 Patrick Andree (Marco Preuß) 23‘
3:0 Marcel Fürst (Marco Preuß) 28‘
4:0 Patrick Andree (Gunnar Pütz) 37‘
5:0 Marco Preuß (Florian Fischer) 62‘
6:0 Samir Arnautovic (Benedikt Trost) 71’
6:1 83’

Nächster Spieltach:

Am kommenden Sonntag geht es für uns nach Marienfeld. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es gegen Marienfeld alles andere als einfach ist, Punkte mitzunehmen. Vor allem in Marienfeld. In den vorherigen Jahren waren es, bis auf einen 5:2-Heimerfolg, immer sehr enge Spiele, die teilweise auch erst spät in der Nachspielzeit entschieden worden sind. Gerne erinnern wir uns an den Auswärtssieg aus dem Jahr 2021, als Jonas „Bulle“ Wagner mit einem Traumtor aus der Distanz den 1:0-Siegtreffer erzielte.

Marienfeld findet man mit 12 Punkten und einem Torverhältnis von 21:17 einen Rang hinter uns auf dem Tableau.

Anstoß in Marienfeld, Auf der Linde in 53804 Much, ist um 15:15 Uhr.

Ausfälle Stand heute

Jakob Schade + Nikolai Eiserfey, Marco Preuß (Knieverletzung), Niklas Müller (Leiste), Justin Disterhoft (Rippenverletzung), Domenic Laufenberg, Andre Friesen (Fußverletzung), Markus Jung (inaktiv), Kai Schneider (zeitlich begrenzt, er versucht es einzurichten), Sebastian Hauf, Johannes Irlenborn und Gregor von Pantzer (verhindert)

Sonstiges:

Unser Neuzugang Jakob Schade musste sich am vergangenen Montag leider erneut einer Knie-OP unterziehen. Wir wünschen dir eine schnelle und vor allem vollständige Genesung, Jakob! Komm schnell wieder auf die Beine!

Geburtstagsgrüße gehen raus an Niko und Hannes! Die beiden feierten in dieser Woche Geburtstag. Wir wünschen euch nachträglich alles Gute und hoffen, ihr habt ordentlich gefeiert! Gerne trinken wir die von euch kredenzte Kiste mit euch zusammen!

Auch bei unserem ehemaligen Mitspieler und selbsternannten Freistoß-Gott Bel gab es Grund zum Feiern: Er und seine Frau haben sich letzte Woche das Ja-Wort gegeben. Der TuS Winterscheid gratuliert euch beiden ganz herzlich zur Hochzeit und wünscht euch für euren gemeinsamen Lebensweg alles erdenklich Gute, viel Glück und jede Menge schöne gemeinsame Momente! @Bel: Dass du mit dem Heiraten natürlich bis nach dem Karriereende wartest, um der obligatorischen Hochzeits-Kiste zu entgehen, war ja irgendwie abzusehen 😛

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