TuSletter #25 – Böse Packung – Blick nach vorn!
Oh man, oh man… Das haben wir uns offen und ehrlich anders vorgestellt und natürlich auch ganz anders gewünscht. Am Ende hadern wir im ersten Spiel unter neuer Führung vor allem mit einer viel zu harmlosen Offensive, einer zu löchrigen Defensive und Linienrichtern, die nicht immer ganz auf der richtigen Höhe standen.
Beim kommenden Heimspiel heißt es nun ein ganz anderes Gesicht zu zeigen, wenn man wieder in die richtige Spur finden möchte – oder aufs richtige Gleis, weil unser Zug hat ja keine … Ist gut, ich sag es nicht!
Letztes Wochenende
So, dann wollen wir Mal auf das letzte Wochenende schauen…
Gleich zu Beginn des Spieltages erreichte uns eine äußerst unschöne Nachricht unseres neuen Coaches. Eine Nachricht, die sich nahtlos in unsere derzeitige Situation einfügte und unseren „Restart“ nicht wirklich leichter darstellen sollte: ‚Kev‘ teilte uns nämlich mit, dass er aus gesundheitlichen Gründen, nicht zum heutigen Auswärtsspiel erscheinen könne – an dieser Stelle nochmals gute Besserung!
Für ihn übernahmen Alois Fischer und „Der dessen Name nicht genannt werden darf“ das Heft des Handels.
Natürlich wollten wir den Trainern einen positiven Einstand bereiten und starteten demnach motiviert in die Partie.
Diese Motivation bekam allerdings ziemlich früh ihren ersten Dämpfer, als Müllekoven in der 15. Minute mit 1:0 in Führung ging. Auch danach sollte es nicht laufen für unsere Farben und der zweite Gegentreffer folgte prompt (20‘).
Anschließend plätscherte das Spiel weitestgehend vor sich hin und wir kamen kaum bis gar nicht zu gefährlichen Offensivaktionen. In der Schlussphase gelang der Heimmannschaft dann sogar der dritte Treffer (39‘), ehe unser Anschlusstreffer auf Grund einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde.
Ab der zweiten Hälfte agierten wir dann zumindest offensiv mutiger. Für den defensiven Nackenschlag sorgte dann aber Benedikt Trost, als er als letzter Mann ein Foul beging, was zu seiner zweiten roten Karte der Saison führte (62‘) – seine Erste sah er im Pokalspiel gg. Inter Troisdorf, Anfang der Saison. Dieser Platzverweis hat zudem zur Folge, dass ‚Bene‘ das Spiel gegen seinen Ex-Club an diesen Sonntag von der Seitenlinie aus betrachtet darf – immerhin kannste dann ein paar Bierchen trinken.
Ziemlich zeitig nach der Hinausstellung gelang es Müllekoven dann, den vermeintlichen Deckel auf die Partie zu setzen, als sie das Ergebnis auf 4:0 erhöhten (67‘). Doch wir wären nicht wir, wenn wir nicht zumindest noch ein Lebenszeichen von uns geben würden. Und so konnten wir das Ergebnis durch unseren zurückkehrenden ‚Dosenöffner‘ (ist das dämlich von sich in der dritten Person zu sprechen) und El Capitano, mit den Toren zum 4:1 (69‘) und 4:2 (74‘) etwas aufhübschen.
Dies war jedoch bloß ein kurzes „Zucken“, denn unsere Gastgeber spielten ihre Überzahl anschließend clever aus, nutzen die sich bietenden Räume konsequent und sorgten mit den Toren 5 (79‘), 6 (86‘) und 7 (88‘) für das am Ende sehr deutliche Endresultat.
Unterm Strich geht diese Niederlage natürlich vollends in Ordnung, da wir es nicht schafften offensiven Druck aufzubauen und zudem defensiv zu fahrig agierten. Lediglich über die Höhe des Ergebnisses lässt sich streiten, da gut 3 Tore aus einer Abseitsstellung heraus erzielt wurden.
Tore:
15‘ 1:0
20‘ 2:0
39‘ 3:0
67‘ 4:0
69‘ 4:1 S. Seifert (Linksschuss, K. Heilmann)
74‘ 4:2 M. Fischer (Rechtsschuss, W. Fischer)
79‘ 5:2
86‘ 6:2
89‘ 7:2
Kommendes Wochenende
Nun heißt es wieder: „Heimspieltag voraus“, wenn wir die Reserve des SV Neunkirchen-Seelscheid bei uns, auf dem Achim-Stöver-Sportplatz willkommen heißen dürfen – der Anpfiff ist standesgemäß um 15:15 Uhr.
Unsere Zwote hat spielfrei, weshalb der sportliche Appetizer diesen Sonntag leider ausfällt.
Wir können uns am Sonntag allerdings auf optimales Fußballwetter freuen: 14°, leicht bewölkt, aber trocken – wenn das nicht Lust auf einen schönen Kreisligakick macht!
Unser Gegner
Von ihrem schlechten Start in die Rückrunde (3 Spiele – 3 Niederlagen) haben sich die Jungs, der Zweitvertretung von Neunkirchen-Seelscheid mittlerweile vollends erholt. Mit 10 Punkten aus den vergangenen 4 Partien befindet man sich zudem auf dem 3. Platz der aktuellen Formtabelle und konnte unter anderem Siege gegen Kosova (4:0), Müllekoven (4:0), sowie zuletzt dem TuS Mondorf II (4:1) feiern.
Unser Hinspiel endete mit einer (für uns schmeichelhaften) 3:1 Niederlage, bei der man gut und gerne auch zweistellig hätte nach Hause geschickt werden können – mal auf anderem Wege etwas für die Tordifferenz getan.
Ausfälle
Saisonaus: Nico Lascheid (Muskuläre Probleme), Tim Langer (Knieverletzung), Alexander Reitz (Bänderriss), Blerim Neziraj (Kreuzbandriss), Marco Schneider (Knieverletzung)
Aufbautraining (Einsatz fraglich): Felix Tel (Knieverletzung), Marcel Fürst (Außenbandverletzung), Domenic Laufenberg (Oberschenkelverletzung), Marvin Reitz (Sprunggelenksverletzung)
Tabellensituation
Platz Team Spiele Torverhältnis Diff. Punkte
10. Müllekoven 22 48:51 -3 26
11. SV Umutspor 21 44:51 -7 23
12. TuS Birk 22 40:64 -24 22
13. Oberpleis II 22 42:68 -36 21
14. A.-Bödingen 21 45:55 -10 19
15. Winterscheid 22 48:70 -22 19
16. Niederkassel II 22 37:68 -31 16
Sonstiges
Schießbude der Liga
Nach der deutlichen Niederlage am Sonntag, stehen wir nun mit den meisten Gegentoren der Liga dar (70).
Mit unseren 48 erzielten Tore (Platz 6 der Liga), können wir unserer Defensivschwäche immerhin etwas entgegenwirken, so dass wir mit einer Differenz von -22, im Vergleich zu unserer Konkurrenz nicht ganz so schlecht dastehen.
Kaffee und Kuchen
Am Dienstag sorgte ein gebackener Kuchen meiner Frau, Sabrina für ein nettes Kaffeekränzchen nach dem Training. Anstatt Kaffee, griffen wir allerdings lieber auf gekühlte Hopfentorpedos zurück. Der Hintergrund dieser Backeinlage: Im Spiel gegen Niederkassel, sollte der noch angeschlagene Sascha (immer noch dumm mit der dritten Person…) beim Stand von 2:2 eingewechselt werden. Genau zu diesem Zeitpunkt trat Micha zu dem am Ende entscheidenden Freistoß an. Noch vor dem Schuss sagte Sabrina an der Seitenlinie, dass Sie Micha einen Kuchen backen würde, sollte er treffen und ich somit nicht eingewechselt werden bräuchte. Nun ja… den Rest kennt ihr ja.
Ich denke allen, aber vor allem den jungen Dachsen aus unserer B-Jugend, welche bei uns mittrainierten, hat es sichtlich geschmeckt. Nochmals vielen Dank.
Bankgeflüster
Beim Spiel gegen Müllekoven durfte ich zu Beginn ja auch wieder auf der Bank Platz nehmen und was soll ich euch sagen? … Was da wieder abging, ist echt wieder schwer zu schaffen gewesen.
Ole ‚Underberg‘ Stegemann griff irgendwann in der Anfangsphase des Spiels beherzt in seine Tasche, packte eine Dose voller „Brei“ aus und fing an dieses ekelhafte Zeug in sich reinzustopfen.
Unser „Karpfen“ ‚Phil‘, brach schon fast euphorisch in einen Zustand der Freude aus, als er mitbekam, dass sein Exclub, Happerschoß ihr Spiel an dem Tag mit 2:1 gewonnen hatte. Nun ja Phil, bei Toren unserer Mannschaft habe ich dich in letzter Zeit nicht so jubeln sehen – schade mein Freund!
Marco Preuß schaute des Öfteren auf sein Handy, um das FC-Ergebnis zu checken und als man ihn fragte, wie es denn nun stünde, wusste er das Ergebnis nicht mehr oder sagte, dass er doch nicht nachgeschaut hatte.
Ihr seht: Es ist immer wieder ein Highlight auf der Bank Platz zu nehmen!
Abschließend
„Es geht nicht darum, wie hart du zuschlägst. Es geht darum, wie viel du einstecken kannst und trotzdem weitermachst.“
Na, wer hat’s erkannt? Richtig, ein Zitat von Sylvester Stallone aus dem Film Rocky Balboa.
Soll einfach nochmal verdeutlichen: Am Boden liegen wir schon länger. Doch liegen bleiben? Keine Option!
Wir stehen auf – Woche für Woche. Egal wie viele Steine uns noch in den Weg gelegt werden und wie schwer die Aufgabe zu sein scheint. Am Ende wird abgerechnet und das Ende ist noch nicht erreicht!
Und hey, bei all dem scheiß, mit dem wir nun schon konfrontiert wurden … schaut Mal nach oben auf die Tabelle – es sind immer noch bloß 3 Punkte!
Also, lasst uns Woche für Woche kämpfen, alles in die Waagschale werfen und wenn es am Ende nicht reicht, versuchen wir es die Woche darauf erneut. Wir haben nichts mehr zu verlieren, also lasst uns anfangen zu gewinnen!
Ich freu mich auf Sonntag, liebe Leute!
Euer wiedergenesener Dosenöffner